• Wann, wenn nicht jetzt?

Wann, wenn nicht jetzt?

14.07.2022 Albert Leiser

Die Energiepreise gehen durch die Decke. Betroffen sind wir alle – direkt oder indirekt. Einfluss auf die Preise haben wir nicht. Egal, ob Benzin, Diesel, Heizöl, Erdgas oder Strom, die Preise spiegeln die weltweite Verknappung wider, welche sich unserer Einflussnahme entzieht.

So wenig wir auch nur in Erwägung gezogen hatten, dass wir je wieder direkt von einem Krieg betroffen sein könnten, so bitter rächt sich nun, dass wir uns auf die Stabilität der Lieferketten von Nahrungsmitteln, für die Industrie notwendigen Materialien und fossilen Brennstoffen verlassen haben. 

Darüber zu lamentieren, wer wann welche Fehler begangen hat, bringt nichts. Klar, muss die Politik viele Weichen neu stellen, damit wir nie wieder so schlecht vorbereitet in die Bredouille geraten. Fürs Erste müssen wir uns aber alle vor allem selber helfen. Ein paar Tipps, wie Sie dies als Vermieter tun können, gibt Ihnen Patrick Schlageter, der Leiter unserer Verwaltungsabteilung in der aktuellen Mitgliederzeitschrift des HEV Zürich.

Aber auch für alle anderen Hauseigentümer ist spätestens jetzt der Moment gekommen, sich Gedanken darüber zu machen, wie es um die energetischen Eigenschaften ihrer Liegenschaften steht. Wer das bisher schon getan hat, tat es in erster Linie der Umwelt zuliebe. In vielen Fällen lohnten sich Investitionen in energetische Sanierungen nur langfristig. Manch einer mag sich daher gedacht haben, für ihn lohne sich das nicht mehr. Die gegenwärtige Preisentwicklung und ihre Unwägbarkeit verändern solche Überlegung grundlegend. Neu dazu kommt sodann ein bisher so gut wie unbekanntes Element: Das Risiko, Energie nicht nur teuer einkaufen zu müssen, sondern auch für teures Geld nicht genug davon bekommen zu können. So ernsthaft wurden Rationierungsmassnahmen oder tiefere Grenzwerte für Raumtemperaturen jedenfalls noch nie diskutiert. 

Auch wenn wir alle hoffen, dass sich die Lage wieder entspannt, auf dauerhafte Stabilität können wir uns offensichtlich nicht verlassen. Falls Sie das nicht längstens getan haben, lassen Sie sich beraten, was für Ihre Liegenschaft die beste Lösung ist und ob Sie eventuell mit einem kantonalen oder städtischen Förderbeitrag rechnen können. Unsere Bauabteilung berät sie gerne.