• Veni, vidi, scripsi

Veni, vidi, scripsi

13.04.2018    

Oder zu Deutsch: Ich kam, sah und schrieb. Als Kind mochte ich es aber gar nicht, wenn das Fräulein Lehrerin wieder einmal einen Aufsatz von uns Schülern verlangte. Nie wusste ich, worüber ich schreiben sollte. Noch schlimmer war es jedoch, wenn das Thema bereits vorgegeben war. Dann mussten wir uns irgendetwas aus den Fingern saugen. An Übel aber kaum zu übertreffen, war das Diktat. Jeder noch so kleine Fehler gab einen Abzug, die Note war dann schnell im Eimer! Ebenfalls nicht nach meinem Gusto war das sogenannte Schönschreiben. Phuu, schwierig war’s, es der Lehrerin recht zu machen. Aber ich muss gestehen, meine Schrift war schon damals keine Augenweide. Gut, dass Fräulein Lehrerin mein heutiges Gekritzel – das meine Angestellten oft mühsam entziffern müssen – nicht sieht! Ich würde glatt eins mit dem Lineal auf die Finger bekommen (Tatze genannt). Heute bin ich Verfasser vieler Kolumnen – wer hätte je gedacht, dass so etwas einmal eintrifft? Das Kolumnenschreiben ist eine grosse Verantwortung, denn wie und worüber man schreibt, muss wohl überlegt sein. Häufig unterschätzt man die Auswirkungen des geschriebenen Wortes. Was geschrieben ist, kann nicht mehr negiert werden. Es ist gespeichert. Das gesprochene Wort hingegen hat einen eher kurzen Auftritt, sofern es keine Aufzeichnungen davon gibt. Leute schreiben über allerlei Dinge, und andere konsumieren die Texte, zum Beispiel diejenigen in Tageszeitungen. Diese Beiträge sind häufig einseitig recherchiert, gewählte Themen teils uninteressant. Für meinen Vater war das wichtigste geschriebene Werk die Bibel. Die ändert sich schliesslich nicht alle Tage.

Greifen auch Sie wieder einmal selbst zum Füller, und bringen Sie etwas zu Papier. Über einen handgeschriebenen Brief oder eine Karte freut man sich auch heute noch!

Ihr schreibender Ansgar Gmür

Professor zum Studenten: «Mit dem, was Sie nicht wissen, könnten noch zwei andere durchfallen!»

Eine Frau geht zum Psychiater, um sich über ihren Mann zu beschweren: «Mein Mann ist total bekloppt. Zum Frühstück trinkt er den Kaffee aus und isst dann die Kaffeetasse mit. Nur den Henkel lässt er übrig.» Der Psychiater: «Ja, das ist schon verrückt. Der Henkel ist doch das Beste an der Tasse!» 

Er: «Schatz, wie viel wiegst du eigentlich? » Sie: «Das sag ich dir nicht.» Er: «Komm, nur die ersten zwei Zahlen.»